Wie macht man zwei Katzen miteinander bekannt? Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine stressfreie Eingewöhnung
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Haben Sie beschlossen, eine weitere Katze zu adoptieren? Das sind wunderbare Neuigkeiten, aber erwarten Sie nicht, dass die beiden vom ersten Tag an beste Freunde werden.
Katzen sind von Natur aus territorial, und die Ankunft eines neuen Familienmitglieds kann zunächst als Bedrohung empfunden werden. Deshalb kann die Art und Weise, wie Sie sie einander vorstellen, ihre Beziehung über viele Jahre hinweg beeinflussen.
Die gute Nachricht ist, dass die meisten Katzen, wenn Sie geduldig sind und ein paar einfache Schritte befolgen, problemlos miteinander auskommen.

Ist eine schrittweise Einführung unbedingt notwendig?
Ja.
Manche Katzen akzeptieren sich sehr schnell, andere brauchen ein paar Wochen oder sogar Monate. Das Problem ist, dass man vorher nicht wissen kann, zu welcher Kategorie sie gehören.
Ein erzwungenes Treffen am ersten Tag kann Spannungen erzeugen, die lange anhalten. Deshalb empfehlen Experten eine schrittweise Eingewöhnung für alle Katzen, egal wie freundlich sie erscheinen.
Schritt 1: Bereiten Sie einen separaten Raum vor
Bevor die neue Katze nach Hause kommt, richten Sie ihr einen eigenen Bereich ein.
Das Zimmer sollte Folgendes enthalten:
- eine eigene Katzentoilette;
- Näpfe für Wasser und Futter;
- Spielzeug;
- einen bequemen Schlafplatz;
- einen Kratzbaum oder einen Ort, an dem sie klettern und sich verstecken kann.
In dieser Phase dürfen sich die beiden Katzen nicht sehen.
Das Ziel ist, dass die neue Katze sich entspannt und ihren eigenen Geruch im Raum hinterlässt, und dass die ansässige Katze nicht das Gefühl hat, dass ihr Revier plötzlich überfallen wurde.
Schritt 2: Lassen Sie sie sich durch den Geruch kennenlernen
Geruch ist die wichtigste Art, wie Katzen kommunizieren.
Eine der effektivsten Methoden ist die Fütterung auf beiden Seiten der Tür, die sie trennt.
Schieben Sie bei jeder Mahlzeit die Näpfe nach und nach näher zur Tür.
Wenn beide ruhig fressen, ohne zu knurren oder zu fauchen, bedeutet das, dass sie beginnen, die Anwesenheit der anderen Katze mit einer angenehmen Erfahrung zu verbinden.
Schritt 3: Temporärer Gebietswechsel
Der nächste Schritt ist der Geruchstausch.
Nehmen Sie die neue Katze aus ihrem Zimmer, ohne dass die beiden sich treffen, und lassen Sie sie den Rest des Hauses erkunden.
Gleichzeitig erlauben Sie der ansässigen Katze, für ein paar Minuten das Zimmer der Neuankömmlings zu betreten.
So entdeckt jede die Gerüche der anderen, beschnuppert Spielzeug, Schlafplatz und Kratzbaum, ohne den Druck eines direkten Treffens.
Dieser Schritt reduziert die Spannung erheblich, wenn sie sich dann sehen.
Schritt 4: Das erste visuelle Treffen
Wenn beide Katzen entspannt wirken, können Sie zum Sichtkontakt übergehen.
Ideal ist eine Barriere zwischen ihnen, wie ein Tiergitter oder eine angelehnte, gesicherte Tür.
Beobachten Sie die Reaktionen.
Neugieriges Interesse ist normal.
Gelegentliches Knurren oder Fauchen bedeutet nicht unbedingt, dass der Prozess gescheitert ist. Wichtig ist, dass die Aggression nicht eskaliert.
Schritt 5: Die erste Interaktion im selben Raum
Wenn beide ruhig erscheinen, organisieren Sie das erste Treffen ohne Barrieren.
Wählen Sie einen offenen Raum ohne viele Stellen, an denen sich eine der Katzen verstecken könnte.
Verwenden Sie zwei verschiedene Spielzeuge und beschäftigen Sie jede Katze mit einer separaten Aktivität.
Bieten Sie Belohnungen an und sprechen Sie ruhig.
Das Ziel ist nicht, dass sie vom ersten Tag an zusammen spielen, sondern dass sie lernen, denselben Raum teilen zu können, ohne dass etwas Schlimmes passiert.
Wenn Sie anhaltende Spannungen beobachten, trennen Sie sie ruhig und versuchen Sie es später noch einmal.
Schimpfen Sie niemals mit einer der Katzen. Andernfalls wird die Anwesenheit der anderen mit einer negativen Erfahrung verbunden.
Wann sind sie bereit, zusammenzuleben?
Wenn sie können:
- im selben Raum fressen;
- das Haus ohne Konflikte erkunden;
- entspannt nahe beieinander schlafen;
- die Anwesenheit der anderen ohne Anzeichen von Stress ignorieren.
Es ist nicht zwingend notwendig, dass sie die besten Freunde werden.
Manche Katzen schlafen schließlich zusammen, andere lernen einfach, den Raum des anderen zu respektieren. Beide Situationen sind völlig normal.
Wie lange dauert die Eingewöhnung?
Das hängt ausschließlich von der Persönlichkeit jeder Katze ab.
Manche akzeptieren sich innerhalb weniger Stunden.
Andere brauchen Wochen oder sogar Monate.
Das Wichtigste ist, den Prozess nicht zu überstürzen. Ein paar Wochen Geduld sind viel einfacher zu handhaben als Jahre voller Konflikte zwischen zwei Katzen, die zu früh zur Interaktion gezwungen wurden.
Wie können Sie die Anpassung erleichtern?
Eine gut organisierte Umgebung reduziert den Stress erheblich.
Ideal ist es, wenn jede Katze Zugang zu ihren eigenen Ressourcen hat: Katzentoilette, Näpfe, Schlafplätze und Rückzugsorte.
Kratzbäume mit mehreren Plattformen, Körbchen oder Ruhezonen ermöglichen es ihnen, ihr Revier vertikal zu teilen, ohne ständig um denselben Platz zu konkurrieren.
Mit Geduld, der Berücksichtigung des Rhythmus jeder Katze und einem an ihre natürlichen Bedürfnisse angepassten Raum steigen die Chancen, dass das neue Familienmitglied akzeptiert wird, erheblich.